flame for peace 2018 – ein Erfahrungsbericht

Flame for Peace – ein Feuer, das Grenzen überwindet und Menschen zueinanderbringt. Für mich ist es in diesen unruhigen Zeiten sehr wichtig, aufzustehen und ein Zeichen für das Miteinander zu setzen. Der diesjährige Lauf bot dafür mal wieder eine hervorragende Gelegenheit:
Zum Welt-Anti-Kriegstag konnten wir in einer großen buntgemixten Gruppe verschiedenster Altersgruppen und Hintergründe für ein friedliches Miteinander eintreten. Für mich ist allein dieses Zusammentreffen, das mich aus dem Alltag herauszieht und mir ganz andere Perspektiven aufzeigt, eine große Bereicherung. Dabei überrascht es mich doch jedes Mal wieder (dies war mein dritter großer Lauf mit Flame for Peace), wie leicht sich die Brücken bauen lassen.

Der Lauf selbst führte uns entlang vieler meiner Alltagsstrecken und zeigte mir dabei sehr eindrucksvoll auf, wie viele Spuren selbst der erste Weltkrieg, dessen Ende nun schon über 100 Jahre zurückliegt, auch heute noch hinterlässt. Er zeigte aber auch, dass es anders geht: was wir in Europa lange Zeit für selbstverständlich gehalten haben, was ich auch gerne noch als selbstverständlich ansehen würde, aber immer mehr in Gefahr sehe.

Der Lauf führte uns auf dem Weg durch drei – oder wenn man das eine Zeit lang unabhängige Moresnet hinzuzählt, vier – verschiedene Länder. Die Freiheit, die das für uns bedeutet, die Hoffnung die dadurch symbolisiert und manifestiert wird, ist von unschätzbarem Wert und der Lauf bot hier einen guten Anlass, uns das zu vergegenwärtigen.

Insgesamt war es ein sehr schöner Lauf in toller und teilweise auch sehr nachdenklicher Atmosphäre. Frieden ist nicht immer einfach – oft eher harte Arbeit, die viel Durchhaltevermögen verlangt. Aber es lohnt sich.

Björn Niehenke